Mönchspfeffer!
"Sie müssen mir unbedingt
helfen, bitte!" Mit diesen
Worten kam vor über 2 Monaten eine nette junge Dame,
Mitte 20, in unsere Centrum-
Apotheke zu meiner Stellvertreterin. "Ja gerne, womit
darf ich Ihnen helfen?" "Also,
mein Freund ist mit mir böse,
weil ich manchmal so zickig
bin." "Wie oft kommt das
vor?" "Na ja, jeden Monat ein
paar Tage lang! Eigentlich bin
ich doch ganz lieb und verträglich, aber dann wieder ei-
ne Furie. Himmelhochjauchzend, dann gleich wieder zu
Tode betrübt. Er sagt, er hält
das so nicht mehr aus." Meine
erfahrene Stellvertreterin fragte behutsam: "Sind Sie eventuell schwanger oder stillen Sie?"
"Nein." "Das klingt ganz nach
prämenstruellem Syndrom. Da
habe ich für Sie ein alterprobtes
Mittel, das schon die alten Griechen vor 2.500 Jahren für die
Tage vor den 'Tagen' kannten
und nutzten."
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Der wild wachsende Strauch
wurde der Sage nach Agnus castus oder Keuschlamm genannt.
Und auch im Mittelalter gab es
kluge Menschen, die ihn kannten und nutzten. Weil er einerseits half, die Keuschheit zu
bewahren, andererseits so aromatisch war, wurde er sogar zur
beliebten Würze des eintönigen
Mönchs-Essens und -Lebens.
Ein kulinarischer Höhepunkt,
sozusagen Mönchs-Pfeffer!
Heutzutage ist Keuschlamm
wieder in aller Munde. Igitt, wie
der wohl schmeckt? Ich glaube,
als Mönchspfeffer ist er aromatischer. Schluss jetzt, bevor
meine Kolumne noch zur Feinschmecker-Bibel mutiert.
Was Frauen schon seit Tausenden von Jahren wertvolle
Dienste geleistet hat, ist heute ein modernes, wirksames,
pflanzliches Arzneimittel, viel
älter als alle Schüssler-Salze zusammen. Mönchspfeffer wartet darauf, von Frauen
wieder- oder neu entdeckt zu
werden, die einen sanften Ausgleich für ihre enormen hormonellen Schwankungen suchen.
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Da der weibliche Körper nicht
mehr so viel Wasser speichert,
sind Brüste oder Beine nicht
mehr so geschwollen, die Waa-
ge ist morgens nicht mehr der
größte Feind. Der Tag beginnt
freundlicher. Die Schuhe passen wieder. Ebenso wie die
Partnerschaft, die nicht unter
diesen unkontrollierbaren, regelmäßig vor den Tagen auftretenden Problemen leidet.
Letzte Woche war nach gut 2
Monaten die verzweifelte Mittzwanzigerin wieder bei meiner Stellvertreterin. Sie sagte,
dass alles im Lot sei mit ihrem
Freund, sie nicht mehr an den
Tagen vor den Tagen so unausgeglichen sei und sich besser
unter Kontrolle habe. "Ich fühle
mich wie neugeboren, wie ein
ganz anderer Mensch! Ich bin
doch gerne Frau!" So hat meine
Stellvertreterin mit ihrem Rat
zu Mönchspfeffer das Glück
der jungen Frau vollkommen
gemacht.
Ihr Mönchspfeffer-Apotheker Bodo G. Kaibel
und Ihr Team
Ihrer Centrum Apotheke
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